Home, Set as home page, Contact

Die Hiobsbotschaft

Ich hatte recht, gestern war der Tag der Entscheidung, und heute bekam ich sie mitgeteilt. Die Stelle, auf die ich gehofft hatte, wurde an die Industriekauffrau vergeben. Wie ich es mir vorgenommen hatte, bin ich sofort zum Betriebsrat und habe ihnen meine Situation geschildert. ich war mindestens eine halbe Stunde dort, und gemeinsam haben wir die Lage besprochen. Dann bekam ich vier Stellen vorgelegt, auf die ich mich bewerben könnte. Eine davon ist leider schon vergeben, eine andere für mich nicht geeignet, weil man dazu mehr Berufserfahrung braucht. Auf die anderen zwei habe ich mich nun beworben. Mal sehen, was dabei heraus kommt. Insgesamt habe ich heute schon wieder vier Bewerbungen weggeschickt, eine davon als Sekretärin…besser als nichts! Ach ja, und dann hatte ich heute morgen ja noch ein Vorstellungsgespräch bei einer Zeitarbeitsfirma. Das hätte ich mir aber schenken können, weil ich im Prinzip nur nochmal das gefragt wurde, was ich am Telefon schon von mir erzählt habe, und meine Unterlagen abgegeben habe. Geführt wurde das Gespräch von der gelangweiltsten, desinteressiertesten und arrogantesten Personalreferentin, die ich je erlebt habe. Eigentlich sollte ein freundliches Auftreten doch zu ihrem Job gehören, aber ich hatte das Gefühl, sie würde gerade alles andere lieber tun, als mit mir zu reden. Glaubt mir, mir ging es genauso, aber ich durfte es natürlich nicht zeigen. Das Ganze dauerte nur fünf Minuten. Sie stellt mich jetzt bei zwei Arbeitgebern vor, und ich weiß eigentlich nicht einmal, ob ich auf die Stellen hoffen soll, da sie beide erst einmal auf drei Monate begrenzt sind, die eine sogar 1-3 Monate. Außerdem habe ich mit meinem ehemaligen Diplomarbeistbetreuer telefoniert, der sich auch noch einmal für mich umsehen will. Ich soll ihn am Montag nochmal anrufen. Zum Glück habe ich in zwei Stunden Feierabend, denn meine Motivation ist nach all diesem Hin und Her so weit am Boden wie noch nie. Ich bin froh, wenn ich hier raus kann und Veit von der Arbeit abholen. Dann gehen wir zu mir und um acht gehen wir bowlen. Gestern abend herrschte eine seltsame Stimmung zwischen uns, sehr gereizt. Wir gingen Billard spielen, aber ich kann dieses Spiel nicht und bin eigentlich nur ihm zuliebe mit. Dann hat er natürlich ständig gewonnen, und mein Gesicht wurde immer länger, weil ich eine absolut miserable Verliererin bin. Außerdem hatte ich Bauchschmerzen. Nach dem dritten Spiel hatte Veit dann auch keine Lust mehr, was mir natürlich leid tat, also lud ich ihn kurzerhand ein. Das brachte aber nichts, die Stimmung war dahin. Die ganze Heimfahrt und auch zuhause gifteten wir uns an. Er hockte sich an den PC, ich mich auf die Couch und starrte die Wand an. Außerdem machte ich mir Sorgen, denn diese Kommillitonin hatte angerufen, und ich hatte gehört, wie nett sich die beiden unterhalten haben, und das auch noch, wenn ich gerade zicke und bocke. ALso hatte ich noch mehr Angst, ihn an sie zu verlieren. (Das Bowling mit den beiden wurde übrigens verschoben um zwei Wochen.) Ich wusste, wie blöd ich mich verhielt, aber irgendwie kam ich da nicht raus. Schließlich setzte sich Veit zu mir und nahm mich in die Arme, war lieb zu mir und wir gingen ins Bett, um uns dort noch zu unterhalten. Er zündete drei Kerzen an und stellte leise das Radio an, und ich war überwältigt. Sowas hatte ich ja garnicht verdient bei meinem Getue! Wir unterhielten uns lange, und sofort war die Stimmung wieder bestens. Ihr könnt Euch denken, wie der Abend endete ;o) Von Tanja habe ich übrigens kurz nach meinem letzten Eintrag doch noch gehört, sie hat auf meine SMS geantwortet, dass sie sich spontan Urlaub genommen hat. Jetzt ist sie bei ihrem Freund zuhause. In einer Woche geht’s ab zu Veit’s Eltern, einen Tag besuche ich meinen Bruder und auf dem Rückweg schauen wir noch bei meinen Eltern vorbei und gehen Karpfen essen. Tut sicher auch gut, die Familie mal wieder um sich zu haben.

Leave a Reply

You must be logged in to post a comment or click here to get a free account.

Die Hiobsbotschaft

Ich hatte recht, gestern war der Tag der Entscheidung, und heute bekam ich sie mitgeteilt. Die Stelle, auf die ich gehofft hatte, wurde an die Industriekauffrau vergeben. Wie ich es mir vorgenommen hatte, bin ich sofort zum Betriebsrat und habe ihnen meine Situation geschildert. ich war mindestens eine halbe Stunde dort, und gemeinsam haben wir die Lage besprochen. Dann bekam ich vier Stellen vorgelegt, auf die ich mich bewerben könnte. Eine davon ist leider schon vergeben, eine andere für mich nicht geeignet, weil man dazu mehr Berufserfahrung braucht. Auf die anderen zwei habe ich mich nun beworben. Mal sehen, was dabei heraus kommt. Insgesamt habe ich heute schon wieder vier Bewerbungen weggeschickt, eine davon als Sekretärin…besser als nichts! Ach ja, und dann hatte ich heute morgen ja noch ein Vorstellungsgespräch bei einer Zeitarbeitsfirma. Das hätte ich mir aber schenken können, weil ich im Prinzip nur nochmal das gefragt wurde, was ich am Telefon schon von mir erzählt habe, und meine Unterlagen abgegeben habe. Geführt wurde das Gespräch von der gelangweiltsten, desinteressiertesten und arrogantesten Personalreferentin, die ich je erlebt habe. Eigentlich sollte ein freundliches Auftreten doch zu ihrem Job gehören, aber ich hatte das Gefühl, sie würde gerade alles andere lieber tun, als mit mir zu reden. Glaubt mir, mir ging es genauso, aber ich durfte es natürlich nicht zeigen. Das Ganze dauerte nur fünf Minuten. Sie stellt mich jetzt bei zwei Arbeitgebern vor, und ich weiß eigentlich nicht einmal, ob ich auf die Stellen hoffen soll, da sie beide erst einmal auf drei Monate begrenzt sind, die eine sogar 1-3 Monate. Außerdem habe ich mit meinem ehemaligen Diplomarbeistbetreuer telefoniert, der sich auch noch einmal für mich umsehen will. Ich soll ihn am Montag nochmal anrufen. Zum Glück habe ich in zwei Stunden Feierabend, denn meine Motivation ist nach all diesem Hin und Her so weit am Boden wie noch nie. Ich bin froh, wenn ich hier raus kann und Veit von der Arbeit abholen. Dann gehen wir zu mir und um acht gehen wir bowlen. Gestern abend herrschte eine seltsame Stimmung zwischen uns, sehr gereizt. Wir gingen Billard spielen, aber ich kann dieses Spiel nicht und bin eigentlich nur ihm zuliebe mit. Dann hat er natürlich ständig gewonnen, und mein Gesicht wurde immer länger, weil ich eine absolut miserable Verliererin bin. Außerdem hatte ich Bauchschmerzen. Nach dem dritten Spiel hatte Veit dann auch keine Lust mehr, was mir natürlich leid tat, also lud ich ihn kurzerhand ein. Das brachte aber nichts, die Stimmung war dahin. Die ganze Heimfahrt und auch zuhause gifteten wir uns an. Er hockte sich an den PC, ich mich auf die Couch und starrte die Wand an. Außerdem machte ich mir Sorgen, denn diese Kommillitonin hatte angerufen, und ich hatte gehört, wie nett sich die beiden unterhalten haben, und das auch noch, wenn ich gerade zicke und bocke. ALso hatte ich noch mehr Angst, ihn an sie zu verlieren. (Das Bowling mit den beiden wurde übrigens verschoben um zwei Wochen.) Ich wusste, wie blöd ich mich verhielt, aber irgendwie kam ich da nicht raus. Schließlich setzte sich Veit zu mir und nahm mich in die Arme, war lieb zu mir und wir gingen ins Bett, um uns dort noch zu unterhalten. Er zündete drei Kerzen an und stellte leise das Radio an, und ich war überwältigt. Sowas hatte ich ja garnicht verdient bei meinem Getue! Wir unterhielten uns lange, und sofort war die Stimmung wieder bestens. Ihr könnt Euch denken, wie der Abend endete ;o) Von Tanja habe ich übrigens kurz nach meinem letzten Eintrag doch noch gehört, sie hat auf meine SMS geantwortet, dass sie sich spontan Urlaub genommen hat. Jetzt ist sie bei ihrem Freund zuhause. In einer Woche geht’s ab zu Veit’s Eltern, einen Tag besuche ich meinen Bruder und auf dem Rückweg schauen wir noch bei meinen Eltern vorbei und gehen Karpfen essen. Tut sicher auch gut, die Familie mal wieder um sich zu haben.

Leave a Reply

You must be logged in to post a comment or click here to get a free account.